Schweiz:
Die alte Tradition des Hundeessens ist immer noch lebendig
Laut "Rheintaler Bote" vom 21.November 1996, einer Wochenzeitschrift in der Ostschweiz, gibt es immer noch Leute, die regelmässig Hunde essen.
In der Schweiz ist es im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern nicht verboten, Haustiere zu essen. Nur der Handel mit solchem Fleisch ist verboten. Auch die Produktion von Hundefett, das für seine "gesundheitlichen Wirkungen" bei Rheuma bekannt ist, ist erlaubt, solange es nicht aus kommerziellen Gründen geschieht.
In einem Interview erzählte ein Bauer dem Journalisten, dass "Hundefleisch das gesündeste von allen ist. Es hat kürzere Fasern als Rindfleisch, hat keine Hormone wie Kalbfleisch, keine Antibiotika wie Schweinefleisch."
In meinem Wohnort Widnau bekannte sich ein Restaurantbesitzer zu seiner Hundefleischvorliebe. Er erzählte dem Reporter, dass er sowohl vom Hundefleisch als auch vom Fett begeistert sei. Nur wenige Tage zuvor hatte er dem Polizisten für seine kranken Kinder Hundefett gegeben, und ihr Husten habe sich sofort gebessert.
Vor einiger Zeit hatte der Deutsche Fernsehsender RTL über die Gewohnheit des Hundefleischessens in den zwei bäuerlichen Kantonen St.Gallen und Appenzell berichtet. Ein Sturm der Entrüstung wurde dadurch ausgelöst. Aus verschiedenen Ländern kamen Protestschreiben zu der Kantons- und Bundesregierung.
Eine Petition mit 7000 Unterschriften wurde der entsprechenden Kommission in den Kantonen überreicht. Sie wurde abgelehnt und nicht an die Bundesregierung weitergeleitet. Der Grund? Es sei nicht Aufgabe des Staates, über die Essgewohnheiten der Bürger zu wachen.
- Sigrid De Leo