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Öko-Brücken für Hirsch und Reh
1985 wurde das Umweltschutzgesetz revidiert und seitdem müssen Projekte auf ihre Umweltverträglichkeit geprüft werden. Bei Grossprojekten ist z.B. eine andere Linienführung zu wählen, damit Tier- und Pflanzenwelt nicht übermässig beeinträchtigt werden. Ausserdem werden Unterführungen für Kleinsäuger und Frösche gebaut, sowie Grünbrücken, auf denen Gras, Büsche oder sogar Wald wachsen. Grünbrücken In der Schweiz gibt es inzwischen nahezu ein Duzend Grünbrücken, von denen die 2 grössten nahe dem Bodensee stehen. Die 'Fuchswiese' bei Kreuzlingen ist mit 200 Metern Europas grösstes 'Ökodukt'. Hirsche, Rehe und Wildschweine benutzen sie eifrig, wie nächtliche Infrarotkontrollen ergeben haben. Daneben gibt es unzählige Unterführungen, die von Höhlenbewohnern wie Dachsen, Füchsen und Amphibien genutzt werden. EU interessiert sich Da die Schweiz Vorbildfunktion hat, kommen häufig Delegationen aus anderen Europäischen Ländern um sich zu informieren. Kürzlich war eine Abordnung aus Finnland da, aber vor allem die Länder aus Osteuropa interessieren sich, wie z.B. Ungarn, wo in den nächsten 3 Jahren 500 neue Autobahnkilometer gebaut werden. Fachleute fordern, dass alle 10 bis 20 Kilometer eine Öko-Brücke stehen sollte, die auch breit genug ist (mindestens 100m), damit genügend Abstand zu den Verkehrswegen entsteht. Die Kosten für die Wildkorridore liegen im Bereich von Promillen von dem, was der Strassenbau sonst kostet. SDL
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