Geschrieben/übersetzt von: Sonja Dudenbostel

EVU Talks 2008

Vegetarismus: Der beste Tierschutz

 

Das diesjährige EVU Arbeitstreffen fand zwischen Donnerstag, dem 1. Mai und Sonntag, dem 4. Mai, im vegetarischen Gasthof Sonnenhof in der Gebirgsregion von Preda in der Schweiz statt.

 

Es war ein sehr familiäres Zusammentreffen von Menschen aus verschiedenen Ländern, wie der Schweiz, Deutschland, Österreich, England, Nordirland und Kanada. Donnerstag Abend hatten wir Gelegenheit, uns kennen zu lernen, Kontakte zu knüpfen, und uns Renato Pichlers Präsentation über den Tagungsort anzusehen.

 

Der Freitag begann mit Renato Pichlers Einführung zum diesjährigen Thema des EVU Arbeitstreffens: Tierschutzorganisationen und ihr Verhältnis zum Vegetarismus. Am Ende der Sitzung einigten wir uns darauf, dass eine Zusammenarbeit mit jeder Person oder Organisation, die sich für Tiere einsetzt, wünschenswert ist.

 

Nach dem Mittagessen hielt Prof. Klaus Petrus (ein vegan lebender Professor der Philosophie an der Universität Bern) einen Vortrag über Abolitionismus, Tierschutz und Vegetarismus. Abolitionismus bedeutet die endgültige Abschaffung der Ausbeutung von Tieren. Nach einer Diskussionsrunde über einige der angesprochenen Themen wurde darüber beraten, sich zuerst für den Vegetarismus einzusetzen, da es einfacher und realistischer ist, Menschen zunächst die vegetarische Lebensweise nahe zu bringen, um sie schließlich zum Veganismus zu führen, der moralischen Grundlage des Abolitionismus.

 

Am Abend sahen wir einen indischen Kurzfilm über ECO-Dharma/Bishnois, eine vegetarische Gemeinschaft in Indien, die alle ihre Tiere und Bäume schützt.

 

Sonntag Morgen hielt Erwin Lengauer von der Österreichischen Vegetarier Union (ÖVU), Dozent für Philosophie und Tierrecht an der Universität Wien, einen Vortrag über die Synergie von Tierrechts- und Veganismuskampagnen in Wien/Österreich. Die Vegane Gesellschaft Österreich (VGO), eine Organisation, die sich für den Veganismus einsetzt, und der Verein Gegen Tierfabriken (VGT), eine Tierschutzorganisation, arbeiten zusammen und erzielen dabei eine hervorragende Synergie, von der wir lernen und deren Beispiel wir folgen können.

 

Am Abend versorgte uns Hildegund Scholvien mit Neuigkeiten zum 38. IVU-Welt-Vegetarier-Kongress in Dresden.

 

Das Treffen endete mit einem Brainstorming und einer zusammenfassenden Sitzung. Es wurde vorgeschlagen, die nächste Jahressitzung in Kroatien abzuhalten, da die dortige vegetarische Organisation weniger durchschlagskräftig und die Bewegung sehr klein ist, sodass die EVU sie unterstützen könnte. Am Ende des Abends sahen wir The Sacred Duty von den Jüdischen Vegetariern Nordamerikas (JVNA).

 

Es war eine wunderbare Veranstaltung und für uns alle eine hervorragende Gelegenheit, sich zu treffen und Zeit mit Menschen zu verbringen, die sich für die Tiere unserer Welt engagieren und keine Angst davor haben, die Welt zum Besseren zu verändern. Wir hoffen, dass wir alle, die dieses Ereignis verpasst haben, dieses Jahr in Dresden oder im nächsten Jahr beim EVU Arbeitstreffen sehen.

 


VORSCHLÄGE

 

 


 

Der vollständige Bericht über das EVU Arbeitstreffen 2008 ist im EVU Magazin veröffentlicht.